{"id":1006,"date":"2014-09-14T12:12:40","date_gmt":"2014-09-14T12:12:40","guid":{"rendered":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/?page_id=1006"},"modified":"2015-04-18T09:25:21","modified_gmt":"2015-04-18T07:25:21","slug":"our-world-twelve","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/our-world-twelve\/","title":{"rendered":"Our world Twelve"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Illu_Connectthedots.jpg\" alt=\"Illu_Connectthedots\" width=\"507\" height=\"315\" class=\"alignnone size-full wp-image-1025\" srcset=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Illu_Connectthedots.jpg 507w, http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Illu_Connectthedots-300x186.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><\/p>\n<h1>\/\/  Von der Corporate Philanthropy zum sozialen Unternehmen  \/\/<\/h1>\n<p>&#8222;Corporate Philanthropy&#8220; bezeichnet die gemeinn\u00fctzigen Aktivit\u00e4ten von Unternehmen und wird heute fest zu den Handlungsfeldern der &#8222;Corporate Social Responsibility&#8220;, also der unternehmerischen Sozialverantwortung (CSR) gez\u00e4hlt. Unternehmen unterst\u00fctzen in erster Linie (aber nicht ausschlie\u00dflich) mit finanziellen Mitteln Sponsoring-Projekte, die sich mit den Unternehmensaktivit\u00e4ten und -werten decken. So soll die \u00f6ffentliche Akzeptanz des Unternehmens gest\u00e4rkt werden. <\/p>\n<p>Die Teilhabe von Unternehmen im sozialen Bereich hat sich im Laufe der Zeit ver\u00e4ndert. Urspr\u00fcnglich wurde die Beziehung zwischen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) fast ausschlie\u00dflich als Beziehung zwischen Geber und Empf\u00e4nger konzipiert. Heutzutage wird der Begriff der Corporate Philanthropy weiter gefasst: er beinhaltet auch Wissensvermittlung, Beratert\u00e4tigkeiten und Partnerschaften. In vielen F\u00e4llen gehen die Unternehmen \u00fcber rein finanzielle Spenden hinaus. Sie bieten zivilgesellschaftlichen Organisationen Unterst\u00fctzung durch ihre Kompetenzen in den Bereichen des Finanzwesens, der Nachhaltigkeit, des Marketing und der Unternehmenskommunikation.<\/p>\n<p>Zivilgesellschaftliche Organisationen schlagen eine Br\u00fccke zu hilfsbed\u00fcrftigen Menschen und zu dem vom Unternehmen angesprochenen Publikum. Sie tragen aktiv zur Entstehung und Professionalisierung von Bereichen sozialer Verantwortung innerhalb von Firmen bei. Um sowohl Inklusion als auch Gleichstellung der verschiedenen involvierten Gruppen zu f\u00f6rdern, starten die Organisationen \u00f6ffentliche Aufrufe zur Finanzierung von wirksamen und langfristigen Projekten. Die Spendenaktionen werden kontrolliert und ausgewertet. Die Unternehmen leisten finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Organisationen, die direkt auf die politischen Prozesse Einfluss nehmen,  von denen die hilfsbed\u00fcrftigen Gruppen betroffen sind.  So tragen diese Organisationen zur Professionalisierung der Geber bei und erweitern den rein karitativen Aktivismus durch die Schaffung von Plattformen f\u00fcr die gesellschaftliche Teilhabe. F\u00fcr Nichtregierungsorganisationen stellt dies eine besondere Herausforderung dar, da die Geber aufgrund ihres zumeist konservativen Profils dazu tendieren, klassisch strukturierte karitative Projekte zu unterst\u00fctzen. Projekte zur F\u00f6rderung sozialer Teilhabe haben eine weniger hohe Werbe- und \u00d6ffentlichkeitswirksamkeit. Eine Hilfskampagne, bei der ein Unternehmen warme Decken an frierende Kinder verteilt, ist wesentlich einfacher und medienwirksamer durchzuf\u00fchren.  Ein Einwirken auf die politischen Entscheidungen und die Gr\u00fcnde, die zur Obdachlosigkeit dieser Kinder gef\u00fchrt haben, hat jedoch wesentlich gr\u00f6\u00dfere gesellschaftliche Auswirkungen. <\/p>\n<p>Heutzutage reicht die klassische Corporate Philanthropy allein nicht mehr aus, um die Positionierung und soziale Reputation eines Unternehmens zu sichern.  Die Wertvorstellungen im Arbeitsleben sowie die Beziehungen zwischen Unternehmen und lokalen Gemeinschaften haben sich innerhalb der vergangenen 25 Jahre drastisch ver\u00e4ndert.  Neue Technologien, der Zugang zu Informationen und die Entwicklung der M\u00e4rkte, die mit einem immer st\u00e4rker ausgepr\u00e4gten Bewusstsein f\u00fcr den sozialen und \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck von Unternehmen einhergeht, haben eine ganze Generation beeinflusst. Die so genannte Generation Y ist mit dem Konzept der unternehmerischen Sozialverantwortung aufgewachsen und stellt an Unternehmen die Erwartung, dass sie dazu beitragen, den Weg in eine bessere Zukunft zu ebnen.  <\/p>\n<p>Diese Generation hat das Konzept der Unternehmensf\u00fchrung neu definiert und fordert die Einhaltung ethischer Prinzipien am Arbeitsplatz, darunter Menschenrechte, nachhaltiges Wirtschaften, fairer Handel, Umweltschutz und die Beziehung zwischen Unternehmen und Angestellten, Kunden, Zulieferern und lokalen Gemeinden. Eine k\u00fcrzlich von PricewaterhouseCoopers (PwC) unter knapp 4300 Hochschulabsolventen durchgef\u00fchrte Studie kam zu dem Ergebnis, dass 88% der Befragten sich f\u00fcr einen Arbeitsplatz in einem Unternehmen entscheiden w\u00fcrden, das ihre pers\u00f6nlichen Wertvorstellungen vertritt und 86% eine K\u00fcndigung in Betracht ziehen w\u00fcrden, wenn das Unternehmen die Erwartungen an seine soziale Verantwortung nicht erf\u00fcllt (1). Auch wenn diese Studie nicht zeigt, wie viele der Absolventinnen und Absolventen tats\u00e4chlich solche Konsequenzen ziehen w\u00fcrden, l\u00e4sst sich aus den Ergebnissen deutlich ablesen, welche Erwartungshaltung an Unternehmen unter ihnen vorherrscht. <\/p>\n<p>Gleichzeitig gewinnen Nichtregierungsorganisationen immer mehr an Bedeutung. Diese rechtliche Organisationsform entstand aus der Notwendigkeit, sich Hilfsbed\u00fcrftigen zuzuwenden, deren Unterst\u00fctzung nicht auf der Tagesordnung von Regierungen stand. Mit dem Beitrag von NGOs wurden sowohl auf regionaler und nationaler als auch auf internationaler Ebene die Beziehungen zwischen Staat und Zivilgesellschaft neu geformt (2). Internationale Organisationen wie die UNESCO oder die FAO sowie international anerkannte NGOs wie Amnesty International oder Transparency International haben globale Agenden wie das Weltern\u00e4hrungsprogramm, die globalen Leitlinien f\u00fcr mobiles Lernen und die internationalen Korruptionsindizes ins Leben gerufen. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Unternehmenssektor als Motor f\u00fcr Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung der L\u00e4nder fungierte, haben die NGOs eine W\u00e4chterrolle bez\u00fcglich der Achtung von Rechten, der Einhaltung von Regierungsversprechen, sowie der Auswirkungen von unternehmerischen T\u00e4tigkeiten auf das jeweilige soziale Umfeld eingenommen. <\/p>\n<p>Obwohl die Beziehung zwischen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen immer noch von Vorurteilen und falschen Vorstellungen gepr\u00e4gt ist, haben sich Synergien zwischen beiden Sektoren gebildet. Starke Impulse daf\u00fcr gingen von der Globalisierung aus, sowie von der Konzentration finanzieller Ressourcen (zwar werden immer mehr Organisationen gegr\u00fcndet, aber die Finanzierungsquellen bleiben die gleichen), und von den aufgrund ung\u00fcnstiger Regelungen stark eingeschr\u00e4nkten Finanzierungsm\u00f6glichkeiten der NGOs. Das \u00dcberleben der NGOs h\u00e4ngt von diesen Synergien ab. <\/p>\n<p>Die Beschaffung finanzieller Mittel zur Durchf\u00fchrung sozialer Projekte wird durch mehrere Faktoren extrem erschwert; unter anderem dadurch, dass der Markt f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Projekte von zu vielen politischen Variablen abh\u00e4ngig und \u00e4u\u00dferst unberechenbar ist. Dies wirkt sich erschwerend auf die Dauerhaftigkeit der Projekte aus. So sind \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Projekte nat\u00fcrlich auch von politischen Agenden abh\u00e4ngig. Der Theorie nach w\u00e4re die Streuung von Finanzierungsquellen der logische Schritt, um mehr Mittel zu erlangen. In der Realit\u00e4t gleichen sich jedoch die Organisationen, die eine breite Finanzierung erreicht haben, in folgenden Punkten:  1) Die Entwicklung eines Wirtschaftsmodells, mit dem die Organisation erfolgreich Mittel aus spezifischen Quellen akquiriert, 2) die Identifizierung einer idealen Finanzierungsquelle, die zu den Zielen und zum Zielpublikum (Beg\u00fcnstigte) der Organisation passt, und\/oder 3) der Aufbau einer Organisation auf Grundlage des vorangegangenen Modells. (3)<\/p>\n<h3>B\u00fcrgerstiftungen<\/h3>\n<p>B\u00fcrgerstiftungen (Community Foundations) entstehen aus der Notwendigkeit, im Rahmen von nachhaltigen Organisationsstrukturen soziale Hilfe zu leisten.  \u00c4hnlich strukturierte Organisationen gab es in Europa schon im 12. Jahrhundert. Ihre Entstehung und Verbreitung in der heutigen Form gehen auf die Gr\u00fcndung der Cleveland Foundation im fr\u00fchen 20. Jahrhundert zur\u00fcck. Sie diente der Verwaltung von Privatverm\u00f6gen, das f\u00fcr soziale Arbeit in der Stadt Cleveland eingesetzt wurde.  B\u00fcrgerstiftungen sind ein globales Ph\u00e4nomen. Weltweit gibt es etwa 1700 B\u00fcrgerstiftungen, von denen mehr als 700 in den USA angesiedelt sind. <\/p>\n<p>NGOs zeichnen sich meistens durch ein spezielles Themengebiet aus.   B\u00fcrgerstiftungen hingegen sind NGOs, die ihren Fokus nicht auf eine bestimmte Thematik richten (wie zum Beispiel Armut, Ern\u00e4hrung, Frauenrechte, Gesundheit etc.), sondern ihre T\u00e4tigkeiten auf eine Region konzentrieren. Viele der Stiftungen entstanden aus dem privaten Sektor und wurden von Unternehmern gegr\u00fcndet, um verschiedenen regionalen Problematiken als soziale Organisation zu begegnen und somit als Motor f\u00fcr sozialen Wandel zu fungieren. Eine der wichtigsten B\u00fcrgerstiftungen Lateinamerikas ist die Fundaci\u00f3n del Empresariado Chihuahuense (FECHAC). Die mexikanische Stiftung konnte 31.000 Unternehmer der Region als Geldgeber gewinnen und wurde aufgrund ihres gro\u00dfen Stiftungsverm\u00f6gens zu einer der wichtigsten B\u00fcrgerstiftungen. 2009 konnte die FECHAC Einnahmen in der H\u00f6he von 22 Millionen US-Dollar erzielen. Damit wurden bisher mehr als 2868 Projekte unterst\u00fctzt, die die Entwicklung der Region ansto\u00dfen sollen. Die Entwicklung der Stiftung ist ein gro\u00dfer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Dennoch haben NGOs mit gro\u00dfen rechtlichen Einschr\u00e4nkungen zu k\u00e4mpfen. In Mexiko erhalten NGOs nur 8% der Mittel, die f\u00fcr ihre Verwaltung gebraucht werden \u2013 in Industriel\u00e4ndern hingegen erhalten sie bis zu 40%. Die Mittel (sowohl \u00f6ffentliche als auch private) sind projektgebunden, wodurch die Verwaltung und die Weiterentwicklung der Organisationen erschwert werden. <\/p>\n<h3>Der vierte Sektor<\/h3>\n<p>Die finanziellen Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Organisationen, die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von ausreichend Spendengeldern zur Durchf\u00fchrung der geplanten Projekte und Gew\u00e4hrleistung ihrer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit, sowie der Druck, der auf Firmen lastet, Rechenschaft \u00fcber ihren sozialen und \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck und ihre Aktivit\u00e4ten zu geben haben dazu beigetragen, ein neues institutionelles Modell zu kreieren: den so genannten vierten Sektor. Damit sind Firmen gemeint, die f\u00fcr soziale Zwecke gegr\u00fcndet werden. Diese neue Unternehmensform bietet mehr Flexibilit\u00e4t und f\u00f6rdert eine solidarische \u00d6konomie.  Nach diesem Paradigmenwechsel bewegen sich sowohl die Organisationen als auch die Unternehmen in beide Richtungen, um einfachere Wege zu finden, auf die Bed\u00fcrfnisse ihrer M\u00e4rkte zu reagieren und somit auch gesellschaftliche Erwartungen zu erf\u00fcllen. Diese Entwicklung findet vor allem in den L\u00e4ndern statt, in denen die gesetzlichen Vorgaben f\u00fcr NGOs sehr restriktiv sind. <\/p>\n<p>In Mexiko ist der gesetzliche Rahmen f\u00fcr NGOs, \u00e4hnlich wie in vielen anderen L\u00e4ndern, \u00e4u\u00dferst hinderlich f\u00fcr die Entwicklung der Organisationen. Diese Umst\u00e4nde schaffen einen idealen N\u00e4hrboden f\u00fcr die Gr\u00fcndung sozialer Unternehmen. Einige soziale Unternehmen sind sogar aus NGOs entstanden. Nach der Umwandlung zu Firmen konnten sie die Barrieren durchbrechen, die durch die Abh\u00e4ngigkeit von Spenden vorgegeben waren, und gr\u00f6\u00dfere wirtschaftliche Effizienz erreichen. So ging die ehemalige NGO &#8222;Compartamos&#8220; vor, die als Mikrofinanzinstitution Menschen mit produktivem Potenzial unterst\u00fctzt, die nicht \u00fcber die n\u00f6tigen finanziellen Mittel f\u00fcr eine Firmengr\u00fcndung verf\u00fcgen. Die neue Rechtsform er\u00f6ffnete neue Horizonte f\u00fcr &#8222;Compartamos&#8220;. Als Nichtregierungsorganisation betreute &#8222;Compartamos&#8220; 64.000 Kunden in den Jahren 1999 und 2000. Als Unternehmen hatte es 10 Millionen Kunden in den Jahren 2000 bis 2010. Andere ONGs beschritten denselben Weg wie &#8222;Compartamos&#8220; und profitierten davon, so zum Beispiel &#8222;\u00c9chale a tu casa&#8220;, eine mexikanische Non-Profit-Organisation, die in Mexiko und in anderen L\u00e4ndern Menschen dabei hilft, sich ein Eigenheim zu bauen. Die Bauvorhaben werden von der Unterst\u00fctzung der Gemeinde sowie einem kollektiven Sparprogramm getragen. Zwischen 1987 und 1997 wurden auf diese Weise etwa 50 H\u00e4user pro Jahr gebaut. Nach der Umwandlung zu einer Firma erzielte &#8222;\u00c9chale a tu casa&#8220; Ertr\u00e4ge von 4,3 Millionen Dollar (4) und wurde laut der Zeitschrift Forbes von der Non-Profit-Organisation B-Lab aus Pennsylvania zur &#8222;besten Firma f\u00fcr die Welt&#8220; (Best for the World) gek\u00fcrt. <\/p>\n<p>Die mexikanische Zeitschrift Expansi\u00f3n berichtet, dass der Gr\u00fcnder von &#8222;\u00c9chale a tu casa&#8220;, Francesco Piazzesi, in einem Gespr\u00e4ch mit Lorenzo Servitjie, dem Gr\u00fcnder von Grupo Bimbo, eines der weltweit gr\u00f6\u00dften Backwarenhersteller mit Sitz in Mexiko, erkannte, dass er seine Organisation als Unternehmen f\u00fchren musste, um den Anforderungen des Marktes zu begegnen.  &#8222;Wie willst du mit einer NGO, die 50 H\u00e4user im Jahr baut, einem Defizit von 5 Millionen Wohneinheiten begegnen?&#8220;, sagte Servitije zu Piazzesi. &#8222;Du brauchst eine L\u00f6sung im gr\u00f6\u00dferen Format! Wir stellen sechs Millionen Gansitos (kleine T\u00f6rtchen, die als Snack in Mexiko sehr beliebt sind) pro Jahr her. Wie willst du sechs Millionen H\u00e4user bauen?&#8220;<\/p>\n<p>Christian Meade, Gr\u00fcndungsmitglied der Investorengruppe &#8222;Angel Ventures M\u00e9xico&#8220;, die &#8222;\u00c9chale a tu casa&#8220; beratend und als Inkubator zu Seite stand, erkl\u00e4rt: &#8222;Soziale Unternehmen genie\u00dfen die Vorteile der Non-Profit-Welt sowie die Vorteile der Gesch\u00e4ftswelt. Sie m\u00fcssen verantwortlich handeln und d\u00fcrfen ihren sozialen Auftrag nie aus den Augen lassen&#8220;. <\/p>\n<p>Hybridl\u00f6sungen wie B\u00fcrgerstiftungen oder soziale Unternehmen verf\u00fcgen \u00fcber ganz neue M\u00f6glichkeiten, effizient und nachhaltig auf die Bed\u00fcrfnisse ihrer M\u00e4rkte einzugehen. Dadurch wird die Frage nach der Beziehung zwischen Staat, privatem und \u00f6ffentlichem Sektor beim Aufbau von Institutionen, die effizient auf die sozialen Bed\u00fcrfnisse des Marktes eingehen k\u00f6nnen, neu aufgeworfen. Die Herausbildung der unternehmerischen Sozialverantwortung geh\u00f6rt gleichzeitig zu den Herausforderungen und zu den Chancen, die die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren bietet. Es besteht kein Zweifel daran, dass mehr Nachhaltigkeit nur erreicht werden kann, wenn Unternehmen sozialer werden und NGOs langfristiger wirtschaften. Es ist nicht damit getan, sich soziale Verantwortung auf die Fahnen zu schreiben und Geld in Hilfsprogramme zu investieren. Sowohl Firmen als auch NGOs werden im Hinblick auf die Nachhaltigkeit ihrer Werte und Ressourcen, des Umweltschutzes und die Achtung der Menschenrechte unter die Lupe genommen. Schon heute und f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen muss die soziale Verantwortung integraler Bestandteil jeder Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit sein. Verbraucher fordern echte und aufrichtige Ver\u00e4nderung von Unternehmen und bestehen auf eine verantwortungsvolle Herstellung von Produkten. Es gibt viele Beispiele von Menschen, Organisationen und Unternehmen, die keine M\u00fchen gescheut haben, um gesellschaftliche \u00c4nderungen herbeizuf\u00fchren. Diejenigen, die dabei auf eine nachhaltige Zukunft gesetzt haben, werden daf\u00fcr reich belohnt.<\/p>\n<h3>Bibliografie<\/h3>\n<blockquote><p>-The Shape of Corporate Philanthropy Yesterday and Today, erschienen in:\u00a0GIA Reader, Vol 15, No 3 (Fall 2004), Timothy J. McClimon<br \/>\n-Antonio Vives: Mirada Cr\u00edtica a la Responsabilidad Social de la Empresa en Iberoam\u00e9rica. Band III. Hrsg. Cumpetere.<br \/>\n&#8211; Carlos Cant\u00fa (2012): Tendencias de los Informes de Sostenibilidad en M\u00e9xico. With assistance of Positive Sum Strategies.<br \/>\n&#8211; Consejo Internacional para Rehabilitaci\u00f3n de V\u00edctimas de Tortura (IRCT) (2007): Gu\u00eda para el Cabildeo. El Proyecto del Financiamiento Sostenible.<br \/>\n&#8211; Global Reporting Initiative: Sustainability Reporting.<br \/>\n&#8211; Juan Felipe Cajiga Calder\u00f3n: El concepto de Responsabilidad Social Empresarial. Cemefi. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/www.cemefi.org\/esr\/images\/stories\/pdf\/esr\/concepto_esr.pdf.<br \/>\n&#8211; Julia Romero Cabildeo Ciudadano (2014): El Cabildeo y la RSE. Psiquepol.<br \/>\n&#8211; M\u00f3nica Tapia, Beatriz Campillo Carrete, Susana Cruickshank Soria, Giovanna Morales Sotomayor (2010): Manual de Incidencia en Pol\u00edticas P\u00fablicas. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/www.alternativasycapacidades.org\/manualincidencia.<br \/>\n&#8211; Red de Revistas Cient\u00edficas de Am\u00e9rica Latina, el Caribe, Espa\u00f1a y Portugal REDALYC (2004): Las Fundaciones Comunitarias en M\u00e9xico y el mundo. With assistance of Clara In\u00e9s Charry y Susana L\u00f3pez Jasso. Hrsg: Universidad Aut\u00f3noma Metropolitana Unidad Iztapalapa M\u00e9xico.<br \/>\n&#8211; Sarah Cahan, Cone Communications: Perceptions, Millenials and CSR: How to Engage the New Leaders of Tomorrow.<br \/>\n&#8211; Stanford Social Innovation Review (2007): How Nonprofits Get Really Big. With assistance of William Foster &#038; Gail Fine.<br \/>\n&#8211; http:\/\/wings-community-foundation-report.com\/gsr_2010\/assets\/images\/pdf\/MEXICO_final_2010GSR.pdf<br \/>\nhttp:\/\/www.cnnexpansion.com\/expansion\/2013\/02\/08\/de-ong-a-empresa<br \/>\nhttp:\/\/www.forbes.com.mx\/la-mexicana-que-se-convirtio-en-la-mejor-empresa-para-el-mundo\/<\/p>\n<p>(1) Antonio Vives, S.\u00a034<br \/>\n(2) http:\/\/www.elnuevodiario.com.ni\/opinion\/35315<br \/>\n(3) Stanford Social Innovation Review 2007<br \/>\n(4) http:\/\/www.cnnexpansion.com\/expansion\/2013\/02\/08\/de-ong-a-empresa <\/p><\/blockquote>\n<h3>Julia Romero<\/h3>\n<blockquote><p>Julia Romero Villa wurde 1985 in Mexiko-Stadt geboren. Sie ist Kommunikationsberaterin und ist spezialisiert auf Kommunikations- und PR-Strategien im Bereich der sozialen Entwicklung, sowie auf die Schaffung von Synergien zwischen \u00f6ffentlichem und privatem Sektor, Bildungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft. Sie hat einen M.A. in Interkulturellen Erziehungswissenschaften von der Freien Universit\u00e4t Berlin und einen B.A. in Kommunikationswissenschaften von der Universidad An\u00e1huac del Sur in Mexiko-Stadt. <\/p><\/blockquote>\n<h3>Manuel Cabrera<\/h3>\n<blockquote><p>Manuel Cabrera wurde 1986 in Mexiko Stadt geboren. Er studierte Grafikdesign an der Universidad Iberoamericana. Zur Zeit arbeitet er als freischaffender Grafikdesigner und Illustrator, w\u00e4hrend er dabei ist, ein zweites Studium in Architektur zu beenden.<\/p><\/blockquote>\n<p>September 2014<br \/>\n\u00a9 Santacruz International Communication <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ Von der Corporate Philanthropy zum sozialen Unternehmen \/\/ &#8222;Corporate Philanthropy&#8220; bezeichnet die gemeinn\u00fctzigen Aktivit\u00e4ten von Unternehmen und wird heute fest zu den Handlungsfeldern der &#8222;Corporate Social Responsibility&#8220;, also der unternehmerischen Sozialverantwortung (CSR) gez\u00e4hlt. Unternehmen unterst\u00fctzen in erster Linie (aber nicht ausschlie\u00dflich) mit finanziellen Mitteln Sponsoring-Projekte, die sich mit den Unternehmensaktivit\u00e4ten und -werten decken. So [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":998,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"page.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1006"}],"collection":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1006"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1307,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1006\/revisions\/1307"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/998"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}