{"id":1071,"date":"2014-11-14T12:15:58","date_gmt":"2014-11-14T12:15:58","guid":{"rendered":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/?page_id=1071"},"modified":"2015-04-18T09:23:19","modified_gmt":"2015-04-18T07:23:19","slug":"our-world-fourteen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/our-world-fourteen\/","title":{"rendered":"Our world Fourteen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/11\/Illu_traveltheworld.jpg\" alt=\"Illu_traveltheworld\" width=\"507\" height=\"299\" class=\"alignnone size-full wp-image-1065\" srcset=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/11\/Illu_traveltheworld.jpg 507w, http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/11\/Illu_traveltheworld-300x176.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><\/p>\n<h1>\/\/  Die Freiheit, in die Welt zu reisen und zur\u00fcckzukehren  \/\/<\/h1>\n<p>In Artikel 13 der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte der Vereinten Nationen hei\u00dft es: \u201eJeder hat das Recht, sich \u2026 frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu w\u00e4hlen, \u2026 sein Land zu verlassen und wieder zur\u00fcckzukehren.\u201d Laut Artikel 24 hat jeder \u201cdas Recht auf Erholung und Freizeit &#8230; und regelm\u00e4\u00dfigen Urlaub\u201c. Dieses grundlegende Bekenntnis hat die Existenz und die Entwicklung der sogenannten \u201ewei\u00dfen Industrie ohne Schornsteine\u201c gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat jeder das Recht zu reisen, solange er dabei die Rechte und Freiheiten seiner Mitmenschen respektiert. F\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger in der Tourismuspolitik sollte dieser Ansatz das Leitmotiv allen Denkens und Handelns bei der Festlegung von Zielen und bei der Regulierung eines erfolgreichen und ausgewogenen Tourismus auf staatlicher, regionaler und lokaler Ebene sein. Bevor Genehmigungen und Konzessionen an Investoren erteilt werden, muss der Staat die Kontrolle der jeweiligen Projekte gew\u00e4hrleisten, gr\u00fcndliche Vertr\u00e4glichkeitsstudien durchf\u00fchren und jeglicher Sch\u00e4digung der Umwelt vorbeugen. Geschieht dies nicht oder nicht in ausreichendem Ma\u00dfe, k\u00f6nnen die Interessen und Rechte der Ortsans\u00e4ssigen und gegebenenfalls auch die der potenziellen G\u00e4ste, die bei ihrer Reise eine unbeschadete Umgebung vorfinden m\u00f6chten, verletzt werden.<br \/>\nSeit einiger Zeit r\u00fcckt weltweit die Sorge um die Zerst\u00f6rung unserer Umwelt immer st\u00e4rker in das Bewusstsein der Menschen. Folglich hat auch die Reisebranche begonnen, nicht nur f\u00fcr die Naturreicht\u00fcmer der jeweiligen Destinationen zu werben, sondern auch ihre Anstrengungen zum Schutz der Umwelt herauszustellen.<\/p>\n<p>Der Wirtschaftszweig Tourismus ist Quelle von Devisen und von Entwicklungschancen. Die Kunden legen inzwischen immer st\u00e4rker Wert darauf, nicht nur die klassischen Elemente einer Urlaubsreise zu erleben, sondern auch zu sehen, dass Natur und Umwelt vor Zerst\u00f6rung gesch\u00fctzt werden. Somit spielen Umweltaspekte zunehmend eine Rolle f\u00fcr die Tourismusbranche.<\/p>\n<p>Als die \u00e4gyptischen Pharaonen \u00fcber den Nil gefahren sind, um von ihren edlen Schiffen aus Reichtum und Sch\u00f6nheit ihrer L\u00e4ndereien zu bewundern, haben sie sich sicher kaum darum gesorgt, ob ihre Abf\u00e4lle oder die ihrer Gerbereien die Fl\u00fcsse verunreinigen, geschweige denn diese Aspekte mit ihren Regierungsr\u00e4ten diskutiert. Heute ist der Schutz der Umwelt unweigerlich ein Thema aller Foren, bei denen es um Gegenwart und Zukunft unseres Planeten geht. Auch die Tourismusindustrie hat dieser Entwicklung Rechnung getragen. Viele internationale Unternehmen der Branche haben mittlerweile Abteilungen, die sich mit der Kontrolle, Bewertung und Zertifizierung der von ihnen angebotenen touristischen Dienstleistungen befassen. Dies verhilft den Unternehmen nicht nur zu einem guten Image beim Kunden, sondern tr\u00e4gt auch dazu bei, die Verkaufszahlen zu steigern.<\/p>\n<p>Laut Travel &#038; Tourism Impact Bericht (World Travel &#038; Tourism Council, 2014) der Welttourismusorganisation macht der Tourismus ca. 9,5% des weltweiten BIP aus. 2013 waren weltweit 8,9% aller Angestellten in diesem Sektor t\u00e4tig. Bis 2030 wird eine Verdopplung der Auslandsreisen im Vergleich zu 2013 erwartet; das entspricht etwas mehr als 1,8 Mrd. Personen.<\/p>\n<p>Mexiko ist auf dem internationalen Reisemarkt mit einem der vielf\u00e4ltigsten Angebote an Produkten, Sehensw\u00fcrdigkeiten und touristischer Infrastruktur pr\u00e4sent. Das Land verf\u00fcgt \u00fcber einzigartige Naturreicht\u00fcmer, Kulturst\u00e4tten, traumhafte Str\u00e4nde, kulinarische K\u00f6stlichkeiten, besten Service und nicht zuletzt die legend\u00e4re Gastfreundschaft seiner Menschen. Im Jahr 2013 hat der In- und Auslandstourismus 8,4% zum BIP des Landes beigetragen, zwei Millionen Arbeitspl\u00e4tze bereitgestellt und Investitionen und Entwicklung f\u00fcr zahlreiche Gemeinden und Regionen gef\u00f6rdert. Mit 24,2 Mio. Touristen aus dem Ausland belegte Mexiko international Platz 15; bez\u00fcglich der Eink\u00fcnfte aus dem internationalen Tourismus kam das Land auf den 23. Rang. Was die Wettbewerbsf\u00e4higkeit betrifft, erreichte Mexiko laut Weltwirtschaftsforum 2013 leider nur Platz 44. <\/p>\n<p>Die aktuellen Zahlen bescheinigen Mexiko eine positive Tendenz. Im ersten Halbjahr 2014 kamen 14,2 Mio. Touristen, beinahe 20% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dennoch denke ich, dass unserer Tourismusbranche in den letzten Jahren der echte Wille der politisch Verantwortlichen zu einer wirksamen Tourismusf\u00f6rderung gefehlt hat. Dies hat dazu gef\u00fchrt, dass Mexiko\u00a0\u001e\u00a0trotz der aktuell positiven Statistiken\u00a0\u001e\u00a0in den internationalen Rankings zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit so stark abgefallen ist. Zum Ende 2013 war Mexiko nicht mehr unter den 10 weltweit beliebtesten Reisezielen, sondern kam nur noch auf den 15. Platz. In letzter Zeit habe ich viele Medienberichte gelesen, die dem Land ein negatives Image verleihen. Von sozialen Unruhen ist die Rede und auch von Umweltsch\u00e4den in Gebieten wie dem Biosph\u00f6renresevat Mariposa Monarca oder der Sierra von Chihuahua und an einigen Stranddestinationen. Solche Meldungen erregen Aufmerksamkeit und schrecken manch einen potenziell Reisewilligen sogar ab. Unser Tourismussektor braucht kurz-, mittel- und langfristig dringend inhaltlich fundierte Aussagen mit Visionen und Konzepten. <\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise gibt es auch in Mexiko Destinationen, die ihre regionale Tourismusagenda konsequent und kontinuierlich umsetzen. Der Bundesstaat Campeche ist daf\u00fcr mein Lieblingsbeispiel. Hier hat man eine nachhaltige Strategie zur Entwicklung des Tourismus entsprechend den realen M\u00f6glichkeiten der Region entwickelt, die unabh\u00e4ngig von m\u00f6glichen Regierungswechseln verfolgt wird. Die Region Campeche ist reich an pr\u00e4kolumbischen St\u00e4tten und Einfl\u00fcssen aus der Kolonialzeit; au\u00dferdem beherbergt sie mit Calakmul historische St\u00e4tten, die in ein beeindruckendes nat\u00fcrliches Universum eingebettet sind. Dieses spektakul\u00e4re tropische Naturschutzgebiet ist die zweitgr\u00f6\u00dfte gr\u00fcne Lunge des amerikanischen Kontinents. In Campeche wird in einer Landschaft von unglaublicher Sch\u00f6nheit sanfter, nachhaltiger Tourismus betrieben. Dass die Besucher ihren Aufenthalt hier wahrhaft genie\u00dfen und ihr Menschenrecht auf einen genussvollen Urlaub in vollem Umfang wahrnehmen k\u00f6nnen, ist der konsequenten Umsetzung der regionalen Entwicklungsstrategie unter strenger Einhaltung der geltenden Normen zu verdanken. Ich w\u00fcnsche mir, dass solche Strategien f\u00fcr alle Regionen im ganzen Land entwickelt werden. Einen der begehrten Pl\u00e4tze unter den weltweit f\u00fcnf beliebtesten Reisezielen kann Mexiko in Zukunft nur erreichen, wenn weniger Politik und daf\u00fcr mehr engagierte und qualifizierte Tourismusarbeit gemacht wird.<\/p>\n<p>Reisen bedeutet nicht nur Erholung und Entspannung f\u00fcr K\u00f6rper und Seele, sondern auch geistige und spirituelle Bereicherung. Das Erfahren unterschiedlicher Lebenswelten und Ausdrucksformen erweitert unseren Horizont und macht uns offener, toleranter und respektvoller gegen\u00fcber den Kulturen, Gewohnheiten und Traditionen anderer Menschen.<\/p>\n<h3> Quellen <\/h3>\n<blockquote><p>Charta del Vereinten Nationen 1948; www.unwto.org\/facts<br \/>\nSECTUR\/Banco de M\u00e9xico\/OAG\/World Economic Forum 2013<br \/>\nMinisterium f\u00fcr ommunikations- und Transportwesen Mexikos<br \/>\nGipfeltreffen R\u00edo+20 (2012)<br \/>\nSIIMT-CPTM<\/p><\/blockquote>\n<h3> Jos\u00e9 Ram\u00edrez-Santoyo <\/h3>\n<blockquote><p>Jos\u00e9 Ram\u00edrez-Santoyo wurde im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato geboren. In den letzten 20 Jahren war er f\u00fcr die Fremdenverkehrs\u00e4mter seines Landes in Deutschland und Chicago t\u00e4tig, deren Leitung er auch innehatte. Er hat Fachseminare im Marketingbereich an der Lufthansa School of Business und an der Northwestern University in Chicago sowie Kurse f\u00fcr Krisenmanagement in Madrid, London und Frankfurt\/M., wo er momentan lebt, belegt.<\/p><\/blockquote>\n<h3>Manuel Cabrera<\/h3>\n<blockquote><p>Manuel Cabrera wurde 1986 in Mexiko Stadt geboren. Er studierte Grafikdesign an der Universidad Iberoamericana. Zur Zeit arbeitet er als freischaffender Grafikdesigner und Illustrator, w\u00e4hrend er dabei ist, ein zweites Studium in Architektur zu beenden.<\/p><\/blockquote>\n<p>November 2014<br \/>\n\u00a9 Santacruz International Communication <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ Die Freiheit, in die Welt zu reisen und zur\u00fcckzukehren \/\/ In Artikel 13 der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte der Vereinten Nationen hei\u00dft es: \u201eJeder hat das Recht, sich \u2026 frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu w\u00e4hlen, \u2026 sein Land zu verlassen und wieder zur\u00fcckzukehren.\u201d Laut Artikel 24 hat jeder \u201cdas Recht auf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":1066,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"page.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1071"}],"collection":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1071"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1071\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1304,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1071\/revisions\/1304"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1066"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}