{"id":915,"date":"2014-05-16T08:39:34","date_gmt":"2014-05-16T08:39:34","guid":{"rendered":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/?page_id=915"},"modified":"2015-04-18T09:20:49","modified_gmt":"2015-04-18T07:20:49","slug":"our-world-eight","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/our-world-eight\/","title":{"rendered":"Our World Eight"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/05\/Illu_speed.jpg\" alt=\"Illu_speed\" width=\"507\" height=\"314\" class=\"alignnone size-full wp-image-911\" srcset=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/05\/Illu_speed.jpg 507w, http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/05\/Illu_speed-300x185.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><\/p>\n<h1>\/\/ Meine Arbeit und die Bedeutung des Automobiljournalismus <br \/> in der globalen Gesellschaft des <br \/> 21. Jahrhunderts \/\/<\/h1>\n<p>Ohne eine einzige Zeile f\u00fcr die Zeitschrift Motor Trend geschrieben zu haben, hatte ich die Gesellschaft bereits unwissentlich beeinflusst. Zugegebenerma\u00dfen eine sehr kleine, aber dennoch wichtige Ver\u00e4nderung. Als ich am 10. M\u00e4rz 2008 die ersten Automobilnachrichten und Neuwagenrezensionen f\u00fcr Motor Trend verfasste, waren spanische Nachnamen kaum jemals im Impressum einer Automobilzeitschrift zu lesen. Ich glaube, meine Anstellung bei der weltweit f\u00fchrenden monatlichen Autozeitschrift (mit einer der meistbesuchten Websites) ist ein positives Signal f\u00fcr mexikanischst\u00e4mmige Amerikaner und andere Minderheiten. All das habe ich meinen Gro\u00dfeltern und Eltern\u00a0zu verdanken und den unz\u00e4hligen sozialen und wirtschaftlichen K\u00e4mpfen, die sie ausgefochten haben. Es mag nur ein kleiner Schritt gewesen sein, aber es war ein Schritt nach vorn. Meine Familie sollte stolz auf mich sein, daf\u00fcr wollte ich alles geben \u2013 in meinem Fall hie\u00df das, meine Meinung \u00fcber gl\u00e4nzende, unbelebte Objekte kundzutun und \u00fcber ihre Entwickler zu berichten. Auch wenn es klischeehaft und vertr\u00e4umt klingen mag, wollte ich etwas bewegen, indem ich Spitzenleistungen in meinem Traumberuf erbrachte.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nIch hoffte, auf diesem Weg auch andere Menschen inspirieren zu k\u00f6nnen. Meine Cousinen, Nichten und Neffen waren noch jung und\u00a0w\u00fcrden hoffentlich sehen, was man mit Worten und Leidenschaft,\u00a0mit Bildung und Begeisterung bewegen kann. Sie w\u00fcrden sehen, dass es durchaus m\u00f6glich ist, das zu lieben, was man tut; dass es zwar sch\u00f6n ist, haufenweise Geld zu verdienen, aber dass es auch ohne geht; dass Spa\u00df haben, gl\u00fccklich sein und hart arbeiten sich nicht gegenseitig ausschlie\u00dfen. Vielleicht w\u00fcrden sie denken, wenn Nate das schafft, schaffen wir das auch! Und vielleicht w\u00fcrde in ihnen sogar eine Liebe zu Autos entfachen.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDann begann ich zu schreiben.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDirekt nach dem College bei Motor Trend anzufangen war f\u00fcr mich, wie von einem Spitzenteam wie den Los Angeles Lakers unter Vertrag genommen zu werden. F\u00fcr mich als Neuling wurde hier ein beispielloses Tempo vorgelegt. Unerm\u00fcdlich wurden Nachrichten und Social Media-Texte geschrieben, Fotoshootings anberaumt, Monate im Voraus neue Beitr\u00e4ge diskutiert.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nNeben dem Tagesgesch\u00e4ft begann ich, auch die gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4nge zu verstehen. Ich erkannte die unterschiedlichen Ebenen: mein eigener Platz im sagenumwobenen Motor Trend-Universum, der Platz von Motor Trend \u2013 und des gesamten Automobiljournalismus \u2013 in der Automobilbranche, der Platz der Automobilindustrie in der Gesellschaft. Die symbiotischen Beziehungen innerhalb dieses Dreigestirns faszinieren mich bis heute.\u00a0\u00a0<br \/>\n\u00a0<br \/>\nIn dem Moment, als ich meine Unterschrift unter den Vertrag setzte, wurde ich nicht nur Mitarbeiter, sondern Mitgestalter. Meine Stimme wurde zur Stimme von Motor Trend und umgekehrt. Ich repr\u00e4sentierte nun ein legend\u00e4res Magazin mit einer 60j\u00e4hrigen Geschichte und einer millionenstarken Leserschaft. Ab diesem Moment sp\u00fcrte ich die Verpflichtung, mein Wissen zu erweitern und mich in jedes Thema des Automobilbereichs einzuarbeiten, um unsere Leser immer bestens zu informieren zu k\u00f6nnen. Ich wollte jedes Auto der Testflotte von Motor Trend probefahren. Und ich machte mich daran, meinen Schreibstil zu perfektionieren.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDie faktenbasierte Berichterstattung ist nur ein Teil dessen, was wir, eine Handvoll Redakteure, jeden Tag bei Motor Trend leisten. In die Berichterstattung flechten wir Unterhaltung ein. Wir erz\u00e4hlen Geschichten. Wir pr\u00e4sentieren neue Blickwinkel. Wir liefern konkrete Zahlen. Durch Stra\u00dfenfahrten, instrumentierte Tests und Vergleichstests erhalten wir eine breite Datenbasis und k\u00f6nnen exakte und aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse pr\u00e4sentieren. Unter unseren Konkurrenten gibt es nur wenige, die \u00fcber gen\u00fcgend Personal und die logistischen Kapazit\u00e4ten zur Durchf\u00fchrung dieser Art von Versuchen verf\u00fcgen. Selbstverst\u00e4ndlich sind wir stolz auf unsere elaborierten Tests. Alle diese Faktoren sind die Ingredienzien f\u00fcr gut abgerundete, faktenbasierte, manchmal techniklastige, aber immer spannende Berichterstattung.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nUnsere Leser sind \u00fcberwiegend Autoliebhaber. F\u00fcr sie sind Autos mehr als nur Transportmittel. Autos sind ein Statement. Sie symbolisieren Freiheit. Sie sind die materielle Erweiterung von Pers\u00f6nlichkeit und Charakter. Sie sind technische Meisterwerke von beeindruckender Intelligenz. Autos k\u00f6nnen Liebe, Leidenschaft und Wahnsinn entfachen. Sie stehen f\u00fcr das, was man erreicht hat, oder das, was man noch erreichen m\u00f6chte.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nF\u00fcr einen immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Teil unserer Leserschaft\u00a0symbolisieren Autos einen integralen Bestandteil etablierter und zuk\u00fcnftiger Industriezweige und dynamischer M\u00e4rkte und sind eng mit BIP und Besch\u00e4ftigungsraten verkn\u00fcpft. Unz\u00e4hlige Zulieferer und Millionen von Arbeitern verlassen sich auf den Wohlstand der Automobilbranche, um ihren eigenen Wohlstand zu sichern. Die Leserschaft umfasst weiterhin auch die Menschen, f\u00fcr die Autos einfach nur Mittel zum Zweck sind. Tats\u00e4chlich repr\u00e4sentieren sie die Haltung der Mehrheit, denn sie geh\u00f6ren zu denjenigen, die Autos aus Serienproduktion kaufen, bei denen die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund steht. Auf viele unterschiedliche Arten ber\u00fchren Autos hunderte Millionen Menschen. Sie sind unbestreitbar ein fester Bestandteil unserer modernen Kultur.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nIn naher Zukunft werden Autos\u00a0das Leben vieler Menschen noch st\u00e4rker durchdringen und pr\u00e4gen. Die Automobillandschaft ist in Bewegung. Das Zeitalter der benzinfressenden, PS-starken Acht- und Zw\u00f6lfzylindermotoren ist vorbei. Die \u00c4ra der kraftstoffsparenden Antriebe und der Leichtbauweise ist angebrochen. Die Beweislage ist eindeutig: Vierzylinder-Turbomotoren werden in sowohl in gro\u00dfen LKWs als auch in PKWs verbaut; die weltweit modernsten Supersportwagen fahren mit Hybridantrieb; die\u00a0vollelektrische Limousine Tesla Model S hat die Garagen der CEOs auf der ganzen Welt im Sturm erobert. \u201eGr\u00fcne Technologien&#8220; sind keine Modeerscheinung &#8211; ebensowenig wie High-Tech-Ausstattung in Fahrgastr\u00e4umen.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nAutomobilhersteller investieren auch weiterhin Milliardensummen in die Entwicklung von alternativer Energieversorgung, Verbundwerkstoffen und umweltfreundlicher Produktion. Autos und St\u00e4dte werden in naher Zukunft durch intelligente Stromnetze miteinander verschmelzen. Bald werden Autos untereinander kommunizieren, um Staus und Unf\u00e4lle zu vermeiden und die Umweltverschmutzung zu minimieren. Wenn die Gesetzgeber es zulassen, ist es durchaus denkbar, dass bald auch autonome Fahrzeuge auf den Stra\u00dfen unterwegs sein werden. Hinter dem Steuer kann man dann Filme ansehen, im Internet surfen, arbeiten oder ein Nickerchen machen. Die Technologie steht bereits in den Startl\u00f6chern.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nWir Journalisten versuchen, in diese verstrickten, kontroversen und faszinierenden Themen Klarheit zu bringen. Wir bieten Einblicke, die sich aus Erfahrung, pers\u00f6nlicher Einbindung und aus direktem Kontakt speisen. Wir l\u00f6sen in unseren Lesern Gef\u00fchle der Freude, Entt\u00e4uschung, Abscheu, Bewunderung und Ehrfurcht aus. Manchmal motivieren wir unsere Leser, manchmal provozieren wir sie sogar. Unser wichtigster Auftrag ist jedoch, zu informieren. Ob die Leser unsere Publikation nur \u00fcberfliegen oder in aller Gr\u00fcndlichkeit studieren \u2013 wenn sie auf der letzten Seite angelangt sind, werden sie ihre Kenntnisse vertieft haben. Vielleicht haben sie sich sogar eine neue Meinung gebildet.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDie Beziehung zwischen Autor und Leser ist keineswegs einseitig. Wir h\u00f6ren auch zu. Dies ist wichtig in der Welt der Neuen Medien, in der Seitenaufrufe fast wichtiger sind als Verkaufszahlen von Printausgaben. Durch die fl\u00e4chendeckende Nutzung von Social Media-Plattformen sind alle Beteiligten miteinander verbunden. Das hat Vor- und Nachteile. Nat\u00fcrlich bekommen wir auch negatives Feedback in Form von E-Mails und Tweets. Aber aufgrund dieser webbasierten Interaktion konnten wir unsere Testverfahren anpassen, berechtigte Anliegen unserer Leser ber\u00fccksichtigen und neue Funktionen einf\u00fchren. Ohne den Input unserer Leser und die daraus resultierende Optimierung unserer Berichterstattung w\u00fcrden wir Gefahr laufen, ein gef\u00e4lliges, langweiliges und vorhersehbares Produkt anzubieten. Einige Zeitschriften sind ebendiesen Weg gegangen, der leider zu Personalabbau oder sogar zu ihrem Aus gef\u00fchrt hat.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nAutohersteller lesen unsere Publikation mit ebenso gro\u00dfem Interesse wie Verbraucher. Auf Grundlage unserer Rezensionen\u00a0haben Ingenieurteams schon Anpassungen an ihren Modellen vorgenommen. In der kurzen Zeit seit meiner Anstellung habe ich einige bemerkenswerte Beispiele erlebt. Einmal entwickelte die Performance Division eines Automobilherstellers eine neue Modellvariante als Reaktion auf einen unserer Artikel. Ein weiterer Hersteller stoppte die Produktion aufgrund eines wesentlichen Mangels, den wir entdeckt hatten. Wir bringen Automobile voran, auf unterschiedlichste Art und Weise. Immer wieder \u00fcberraschen wir Ingenieursteams mit neuen Testmethoden, mit denen sie nicht gerechnet haben. Sie sch\u00e4tzen unsere vielf\u00e4ltigen und arbeitsintensiven Herangehensweisen an immer neue Tests. So k\u00f6nnen wir Innovationen vorantreiben.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nAu\u00dferdem tragen wir einen Teil dazu bei, dass das Thema Automobil in den Massenmedien pr\u00e4sent bleibt. Mit der\u00a0Motor Trend &#8222;Of the year&#8220;-Auszeichnung pr\u00e4mieren wir das Auto, den LKW und den SUV des Jahres. Die Auszeichnung findet neben den gro\u00dfen Nachrichtenagenturen auch bei Millionen von Menschen Beachtung, die mit den technischen Finessen eines bestimmten Fahrzeugs oder einer Marke noch nicht vertraut sind, und nicht zuletzt erreicht sie die Automobilindustrie selbst. Unser Wettbewerb &#8222;Best Driver&#8217;s Car&#8220; k\u00fcrt in einem einzigartigen Vergleichstest den Sportwagen mit dem tollsten Fahrerlebnis unter den neuen Modellen des Jahres. Der Test ist in den Medien, bei Automobilherstellern und Laien weltweit anerkannt. Andere Automobilzeitschriften sind nachgezogen und haben \u00e4hnliche Wettbewerbe und Tests nach unserem Vorbild eingef\u00fchrt.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nAutos werden so schnell nicht verschwinden. Auch im 21. Jahrhundert werden sie fortbestehen und sich zu einem gr\u00f6\u00dferen, bedeutenderen und wirkungsvolleren Teil unserer technologisch dominierten und \u00f6kologisch ausgerichteten globalen Kultur entwickeln. Entlang dieser spektakul\u00e4ren Entwicklung werden Menschen wie meine Kollegen und ich immer da sein, um unerm\u00fcdlich Informationen und Einblicke zu vermitteln \u2013 und vielleicht sogar ein wenig Inspiration. <\/p>\n<h3>Nate Martinez<\/h3>\n<blockquote><p>Nate Martinez wurde 1984 in San Diego, Kalifornien, geboren. Er ist Automobiljournalist. Seit fr\u00fchester Kindheit fasziniert ihn die Technik auf R\u00e4dern \u2013 Autos, Lastw\u00e4gen, Traktoren, Panzer, Motorr\u00e4der etc. Neben dem Schreiben und Fahren erfreut er sich an Literatur, Sport, Reisen, Fotografie und einem guten Tequila. Martinez lebt derzeit in Los Angeles.<\/p><\/blockquote>\n<h3>Manuel Cabrera<\/h3>\n<blockquote><p>Manuel Cabrera wurde 1986 in Mexiko Stadt geboren. Er studierte Grafikdesign an der Universidad Iberoamericana. Zur Zeit arbeitet er als freischaffender Grafikdesigner und Illustrator, w\u00e4hrend er dabei ist, ein zweites Studium in Architektur zu beenden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mai 2014<br \/>\n\u00a9 Santacruz International Communication <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ Meine Arbeit und die Bedeutung des Automobiljournalismus in der globalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts \/\/ Ohne eine einzige Zeile f\u00fcr die Zeitschrift Motor Trend geschrieben zu haben, hatte ich die Gesellschaft bereits unwissentlich beeinflusst. Zugegebenerma\u00dfen eine sehr kleine, aber dennoch wichtige Ver\u00e4nderung. Als ich am 10. 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