{"id":990,"date":"2014-08-19T15:53:24","date_gmt":"2014-08-19T15:53:24","guid":{"rendered":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/?page_id=990"},"modified":"2015-04-18T09:21:49","modified_gmt":"2015-04-18T07:21:49","slug":"our-world-eleven","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/our-world-eleven\/","title":{"rendered":"Our World Eleven"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/to-infinity-and-beyond.png\" alt=\"to-infinity-and-beyond\" width=\"2113\" height=\"1308\" class=\"alignnone size-full wp-image-980\" srcset=\"http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/to-infinity-and-beyond.png 2113w, http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/to-infinity-and-beyond-300x185.png 300w, http:\/\/ourworld-magazine.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/to-infinity-and-beyond-1024x633.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 2113px) 100vw, 2113px\" \/><\/p>\n<h1>\/\/  Der Raum zwischen den Gedanken &#8211; Der Schl\u00fcssel zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung  \/\/<\/h1>\n<p>Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung ist heute ein viel diskutiertes Thema und hat einen Wandel eingeleitet, der das 21. Jahrhundert stark pr\u00e4gt. Sie ist zu einem wichtigen Werkzeug unserer Gesellschaft geworden, um menschliche F\u00e4higkeiten zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Neue Technologien und Informationen unterst\u00fctzen Menschen dabei, sich selbst zu verstehen und pers\u00f6nlich weiterzuentwickeln. Dazu geh\u00f6ren unter anderem die St\u00e4rkung der Selbstwahrnehmung, Herausbildung von F\u00fchrungsqualit\u00e4ten und pers\u00f6nlicher St\u00e4rke, Verbesserung von wirtschaftlicher Situation, Gesundheit und sozialen F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Im Business-to-Business-Bereich werden entsprechende Programme durchgef\u00fchrt, und in Gro\u00dfbritannien wurde der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung ein zentraler Platz innerhalb der Hochschulpolitik einger\u00e4umt. Studierende bekommen Werkzeuge zur Motivation von Mitarbeitern, Ethik und Selbstreflexion an die Hand. Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung ist auch in der Hochschulbildung ein anerkannter Forschungs- und Ausbildungsbereich. Daraus erwachsen Berufsbilder wie das eines Coach oder Mentors, der Anderen bei der Herausbildung ihrer F\u00e4higkeiten unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Jeder will ein besseres Leben. Wie aber erreicht man das?<\/strong><\/p>\n<p>Um die Kraft, die in jedem Menschen steckt, zu verstehen, muss man um die drei Fundamente jedweder erfolgreichen Entwicklung wissen: Das Ego, unsere Gedanken aus der Vergangenheit und unsere \u00dcberzeugungen. Alle drei nehmen einen Raum zwischen den Gedanken ein. Dieser Raum ist essentiell, um klare Absichten formulieren zu k\u00f6nnen und die Herausforderungen des Lebens m\u00fchelos zu bew\u00e4ltigen. Wenn dieser Raum mit negativen Gedanken belegt ist, wird es sehr schwierig, die eigenen Absichten und Ziele zufriedenstellend umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>1. Das Ego<\/strong><\/p>\n<p>Das Ego ist das Bild, das man von sich selbst hat und das einem ein Gef\u00fchl von Identit\u00e4t vermittelt. Dies erscheint als etwas ganz Nat\u00fcrliches, aber das Ego ist das prim\u00e4re Hindernis auf dem Weg zu wahrem Gl\u00fcck und Erfolg. In sozialen Beziehungen kann das Ego Reaktionen auf andere Menschen ausl\u00f6sen, die nicht wirklich w\u00fcnschenswert oder zielf\u00fchrend sind. Gro\u00dfe Erfolge werden nicht im Alleingang erzielt, sondern in Kooperation mit anderen.<\/p>\n<p>Auf der pers\u00f6nlichen Ebene bringen uns gesunde Beziehungen zu anderen die Klarheit und Ruhe, die wir brauchen, um uns auf das Wesentliche konzentrieren zu k\u00f6nnen. Indem wir Negativit\u00e4t einen Platz in unserem Denken einr\u00e4umen \u2013 falsche Entscheidungen, Klatsch, Vorurteile und Schubladendenken, laute Auseinandersetzungen und sogar k\u00f6rperliche Gewalt \u2013 hemmen wir unsere kreativen F\u00e4higkeiten mit Negativgef\u00fchlen. Unsachliche Kritik z\u00e4hlt zur Hauptnahrung unseres Egos &#8211; ob sie nur im Geiste oder verbal ausge\u00fcbt wird, sie verursacht in jedem Fall zu \u00c4rger in demjenigen, der sie formuliert. Auch wenn es zun\u00e4chst so scheint, als ob uns das \u00c4u\u00dfern von Kritik und Beschwerden erleichtert, so \u00fcberlagert es nur die eigentlichen Gef\u00fchle, die die Kritik ausgel\u00f6st haben. Das kann Verbitterung, Emp\u00f6rung oder Beleidigung sein. Wenn wir diesen Gef\u00fchlen zu viel Raum zwischen unseren Gedanken einr\u00e4umen, blockieren wir unsere Ziele, Kreativit\u00e4t und Handlungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>In einem Zustand der inneren Offenheit erweitern wir unsere F\u00e4higkeit, Situationen und Umst\u00e4nde zuzulassen. Dieser Freiraum kann so mit Kreativit\u00e4t gef\u00fcllt werden \u2013 ein Prozess, der Kooperation und Zufall befl\u00fcgelt. <\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt des Egos ist die Bindung an materielle G\u00fcter und sozialen Status. Das Ego kann in Menschen Begehrlichkeiten wecken, die nicht ihren wahren W\u00fcnschen entsprechen. Das liegt daran, dass das Ego an den falschen Stellen nach Befriedigung sucht, und stetig nach neuer Befriedigung strebt. F\u00fcr das rationale Ich geh\u00f6ren soziale Etiketten und materielle Dinge zur Identit\u00e4t einer Person. Paradoxerweise ist die Befriedigung des Egos nur von kurzer Dauer und fordert immer mehr. Ein aktives Loslassen von diesen Abh\u00e4ngigkeiten ist nicht m\u00f6glich, aber wenn man nicht l\u00e4nger danach strebt, sich darin selbst zu finden und sich seiner Abh\u00e4ngigkeiten bewusst wird, fallen diese von selbst ab. Durch die \u00dcberwindung der Identifikation mit materiellen G\u00fctern findet man zu neuer Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>2. Gedanken aus der Vergangenheit<\/strong><\/p>\n<p>Gedanken aus der Vergangenheit k\u00f6nnen einen gro\u00dfen Einfluss darauf haben, wie wir unsere Entscheidungen f\u00e4llen. Es ist wichtig zu wissen, wie das Gehirn diese Informationen verarbeitet und steuert. W\u00e4hrend die linke Gehirnh\u00e4lfte sich mit Erinnerungen, Analyse, Logik und der Auswertung von Erfahrungen besch\u00e4ftigt, liefert die rechte Gehirnh\u00e4lfte das Bewusstsein f\u00fcr die Gegenwart und bewertet Erfahrungen auf Basis der Informationen aus der linken Gehirnh\u00e4lfte als gut oder schlecht. Doch die in der linken Gehirnh\u00e4lfte gesammelten Informationen k\u00f6nnen ungenau, veraltet oder, wie voranstehend erl\u00e4utert, Ich-gesteuert sein. Das Wissen um die Verbindung beider Gehirnh\u00e4lften ist sehr hilfreich bei einer klaren Zielsetzung. So kann beiden Gehirnh\u00e4lften der Raum zur Zusammenarbeit gegeben werden, um positiv auf eine Gelegenheit oder Situation zu reagieren.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich habe ich mir einen TED-Talk der Neurowissenschaftlerin und Autorin Jill Bolte Taylor angesehen. Ihre pers\u00f6nliche Geschichte half mir, die Funktionen der Gehirnh\u00e4lften besser zu verstehen. Nach einem schweren Schlaganfall waren ihre Gehirnfunktionen stark eingeschr\u00e4nkt und sie verlor Sprach- und Bewegungsf\u00e4higkeit und Selbstbewusstsein. \u00dcber einen Zeitraum von acht Jahren erlangte sie diese langsam wieder zur\u00fcck. \u201eUnsere rechte Gehirnh\u00e4lfte ist daf\u00fcr da, die Beziehungen zwischen den Dingen abzuspeichern. F\u00fcr sie existiert als zeitliche Referenz einzig und allein die Gegenwart, und jeder Moment ist voller Empfindungen und Gef\u00fchl&#8220;, so Bolte Taylor. Ich begann, nach \u00e4hnlichen Geschichten zu suchen, in denen Menschen nach Sch\u00e4digung ihrer linken Gehirnh\u00e4lfte ihre \u00fcblichen Denkmuster hinter sich gelassen und etwas gro\u00dfes, allumfassendes erfahren haben. \u00c4hnlich erging es dem Autor von &#8222;Proof of Heaven&#8220;, Dr. Eben Alexander, dessen Gro\u00dfhirnrinde, die f\u00fcr die Kognition zust\u00e4ndig ist, durch eine Meningitis lahmgelegt wurde.<\/p>\n<p>Beide hatten in Harvard studiert, erlitten Gehirnverletzungen und erholten sich wieder davon, und hatten nach ihrer Genesung eine v\u00f6llig neue Sicht auf die Welt. Aus gutem Grund weckten ihre Erfahrungen und Geschichten reges Interesse unter Autoren, Wissenschaftlern und tausenden von Menschen, die nach einer gesteigerten Selbstwahrnehmung streben und sich von ihren gewohnten Denk- und Handlungsmustern l\u00f6sen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Das Empfinden von Gl\u00fcck und Zufriedenheit und das Ergreifen von Gelegenheiten sind das Ergebnis der vorbehaltlosen und vollst\u00e4ndigen Akzeptanz des Augenblicks, und diese kann nicht durch pl\u00f6tzlich auftretende W\u00fcnsche gest\u00f6rt werden. Wenn wir uns von unseren Sorgen l\u00f6sen und Zuflucht in den R\u00e4umen unseres eigenen Bewusstseins finden, werden wir uns der Ver\u00e4nderungen um uns herum bewusst und k\u00f6nnen widrige Umst\u00e4nde in positive Umst\u00e4nde verwandeln.<\/p>\n<p><strong>3. \u00dcberzeugungen<\/strong><\/p>\n<p>Es ist von fundamentaler Bedeutung zu wissen, dass man das erreichen kann, was man von sich selbst denkt und an was man glaubt. Denn auf Basis der eigenen \u00dcberzeugungen findet die pers\u00f6nliche Entwicklung statt. Das betrifft nicht nur die \u00dcberzeugungen, die gut sichtbar an der Oberfl\u00e4che sind, sondern auch die unbewussten \u00dcberzeugungen, die einen davon abhalten, das Leben zu f\u00fchren, das man eigentlich f\u00fchren m\u00f6chte. Wenn man nicht permanent darauf h\u00f6rt, was da wie ein Band im Kopf abgespielt wird, st\u00fctzt man sich in seinen Entscheidungen auf diese \u00dcberzeugungen. Darunter fallen negative Gedanken \u2013 man sei nicht gut genug, man sei es nicht wert, man sei nicht klug genug \u2013 schlicht und einfach nicht genug.<\/p>\n<p>Man wird nicht zu dem, was man will. Denn das Wollen befindet sich in dem Raum der Dinge, die man nicht hat. Man wird zu dem, was man glaubt. Man f\u00e4llt seine Entscheidungen auf Grundlage dessen, was man f\u00fcr wahr h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Man kann Taktiken erlernen, alle einschr\u00e4nkenden und selbstsabotierenden \u00dcberzeugungen auszuschalten und abzusch\u00e4tzen, wie man zu bestimmten Gedanken steht und wie sehr man von diesen Gedanken \u00fcberzeugt ist. Mit dieser \u00dcbung schafft man Raum f\u00fcr die eigene Fantasie und lenkt Akzeptanz, Mitgef\u00fchl und Liebe auf diese Gedanken und gelangt so zu wahrer St\u00e4rke und \u00dcberzeugung.<\/p>\n<p>In der buddhistischen Lehre hei\u00dft es: &#8222;Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond&#8220;. Worte weisen den Weg zu Konzepten, aber nicht zu Erfahrungen. Durch \u00dcbung kann man immer besser werden \u2013 die Probleme und das Ego werden immer kleiner, und die wahren \u00dcberzeugungen k\u00f6nnen sich Bahn brechen und den Weg zu Aufmerksamkeit und Zielgerichtetheit frei machen. Die Entwicklung ihrer Pers\u00f6nlichkeit besteht f\u00fcr viele Menschen aus lebenslanger \u00dcbung. W\u00e4hrend man seine Ziele verfolgt, ist der Weg zum Himmel schon der Himmel.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<h3>Rodrigo Allel<\/h3>\n<blockquote><p>Rodrigo Allel wurde in Chile geboren.Er studierte Kommunikationswissenschaften an der Ryerson University, Toronto, Kanada und arbeitete als Art Director und Werbeproduzent in Kanada und Spanien. Derzeit besch\u00e4ftigt er sich mit verschiedenen Themen der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und m\u00f6glichen Wegen hin zu einer verst\u00e4rkt unternehmerischen Gesellschaft. Allel arbeitet beim deutschen Auslandsrundfunk Deutsche Welle in Berlin.<br \/>\nE-Mail: rodriallel@gmail.com \/ Twitter: @rodriallel\n<\/p><\/blockquote>\n<h3>Manuel Cabrera<\/h3>\n<blockquote><p>Manuel Cabrera wurde 1986 in Mexiko Stadt geboren. Er studierte Grafikdesign an der Universidad Iberoamericana. Zur Zeit arbeitet er als freischaffender Grafikdesigner und Illustrator, w\u00e4hrend er dabei ist, ein zweites Studium in Architektur zu beenden.<\/p><\/blockquote>\n<p>August 2014<br \/>\n\u00a9 Santacruz International Communication <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ Der Raum zwischen den Gedanken &#8211; Der Schl\u00fcssel zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung \/\/ Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung ist heute ein viel diskutiertes Thema und hat einen Wandel eingeleitet, der das 21. Jahrhundert stark pr\u00e4gt. Sie ist zu einem wichtigen Werkzeug unserer Gesellschaft geworden, um menschliche F\u00e4higkeiten zu st\u00e4rken. 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